Über zwei Wochen zurück in Deutschland. Der Jetlag überwunden. Die Arbeit hat uns wieder. Der Alltagstrott beginnt von neuem.
Trotzdem wieder, bevor die Erinnerungen verblassen, alle Höhepunkte, über die noch nicht, oder noch nicht ausführlich genug, berichtet wurde, hier zusammengefasst.
Wir wurden morgens zum Flughafen gebracht, konnten in Ruhe einchecken und hatten dann noch Zeit, einen Kaffee zu trinken und uns zu verabschieden. Der Flug nach Amsterdam war entspannt und vor Ort hatten wir Glück, gar nicht so weit zu unserem Abflugterminal nach Newark zu benötigen. Dort war auch alles ganz entspannt, außer Ann-Kathrin, die nicht auf Anhieb die Anweisung verstanden hatte, sich auf die Fuß-Markierungen beim Scannen zu stellen. Auch mein Trolley und mein Rucksack gingen durch alle Kontrollen nach nur wenigen Worten der Erklärung reibungslos durch. Die Ankündigung, man müsse alle Geräte mit einem Akku einmal anschalten, erwies sich für uns als falsch.
Der Flug über den großen Teich war zwar lang, aber wenigstens ruhig und über die Möglichkeiten der Bordunterhaltung hatte ich ja schon in http://new-york.andrea-lindow.de/?p=136 geschrieben.
Am Flughafen in Newark begann nach einer Stunde warten in der gut 300m langen Schlange für die Einreise, dem Abgeben der Fingerabdrücke beider Hände und einem Foto mit einer Webcam und der Entgegennahme des Gepäcks, die Suche nach unserem Sammel-Transfer zum Hotel. Die Damen meiner Reisegruppe hatten wohl einen Chauffeur mit einem Schildchen mit unseren Namen am Ausgang des Terminals erwartet, dort warteten aber wohl andere Fahrer auf ihre Klientel. Wir begaben uns dann zum Ground Transportation Schalter, der als Notfall angegeben war, falls wir unseren Fahrer nicht finden könnten. Dort kümmerte man sich um unsere Belange und konnte sogar das Verbuchen der ‚Gutscheine‘, die wir für den Transfer erworben hatten, regeln.
Nach ca. 30 Minuten warten wurden wir dann zu den Sammeltaxi-Ständen begleitet, wo nach einigem Hin und Her für uns und ca. acht andere Reisende, die nach Manhattan wollten, eine Art Großraumtaxi organisiert wurde. Unser Hotel wurde als erstes angesteuert, aber von Newark nach Manhattan sind es (wie von JFK nach Manhattan) doch fast eine 3/4 Stunde fahrt über Brücken und Tunnel, erst Flughafen, dann Industrie und Hafengebiete und schließlich Manhattan Stoßverkehr (zur einsetzenden Rushhour) Nun ergab sich die erste Gelegenheit, Trinkgeld gegeben zu können. Da der Transfer ja im Voraus gebucht war, musste je kein Fahrpreis bezahlt werden und wir konnten das aus unserem Reiseführer vorgeschlagene Trinkgeld von $1 pro Gepäckstück geben.
An der Rezeption konnten wir nach kurzem Ausfüllen der Formulare unser Zimmer im 13. Stock beziehen. Die Lobby begrüßte uns schon mit kalten und heißen Getränken und einem Aufsteller mit einer Einladung zur Happy Hour in der Lounge. Wir gingen aber zunächst auf unser Zimmer.

Dann schauten wir begeistert aus dem Fenster, das auf die Rückseite des Gebäudes hinausging, sich aber sogar öffnen ließ.

Und dann der erhebende Blick nach oben, wo sich die Spitze des Empire State Buildings erhob. Wir wohnten tatsächlich im Hinterhof des Gebäudes. Nur halt zwei Straßenzüge entfernt.


Auf dem Zimmer gab es einen großen, wenn nicht zu sagen riesigen Fernseher, mit mehreren hundert Fernsehprogrammen, durch die man sich erstmal durcharbeiten musste. Es gab eine kleine Kaffeemaschine, einen ausziehbaren Schreibtisch (vgl. Unser Büro) und einen Kleiderschrank. Steckdosen waren etwas rar gesät, aber ich hatte ja mit einer europäischen Dreier-Steckdose vorgesorgt.
Das Badezimmer war angenehm groß mit einer flachen Dusche, aus der auch meine Frau nicht herausfallen konnte.
Nach einer kurzen Phase des Eingewöhnens und Auspackens begaben wir uns zu den Piers am Hudson River, um am Hudson River Park noch dem BBQ Blues Festival lauschen zu können.

Leider war der Zutritt zum Pier für Leute mit Fotoausrüstung untersagt. So setzten wir uns auf eine Bank und beobachteten das Treiben. Am Abend des ersten Tages, der für uns ja 30 Stunden gedauert hatte, konnten wir glücklich und erschöpft in unsere Betten hüpfen.
Die U-Bahn
Wie schon beim letzten mal haben wir uns wieder Wochenkarten der U-Bahn gegönnt. Sie kosten jetzt $1 für die Karte selber, die dann für $30 für eine Woche unbegrenztes Fahren aufgeladen werden kann. Sonst kostet eine Fahrt mit der U-Bahn $2,50 und eine Fahrt im Bus $2,25. Mit der U-Bahn-Karte konnten wir sogar die Seilbahn zu Roosevelt-Island benutzen. Nur einmal hat uns die Karte einen Schrecken eingejagt, als die von Andrea nicht mehr funktionieren wollte und nur noch Fehler meldete, wenn man sie versuchte durch den Schlitz am Drehkreuz zu ziehen. Mehrere Versuche, uns die Karte gegen eine funktionierende an einem der Infohäuschen der U-Bahn umtauschen zu lassen schlugen fehl. Da lernten wir mal die beamtenähnlichen Angestellten der MTA New York kennen, die alles andere als hilfsbereit, ja sogar unverschämt waren.

Aber dann hatten wir beim letzten Versuch doch noch Glück, der Angestellte bequemte sich aus dem Schalterhäuschen und zog Andreas Metro-Karte so lange durch, bis sie wieder akzeptiert wurde. Wieso das keiner der anderen machen konnte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall funktionierte die Karte ab dem Zeitpunkt wieder und die befürchtete Mehrausgabe von $31 blieb uns erspart.
Radio City Music Hall (America’s Got Talent)

Ich habe Heidi Klum und Howard Stern nur knapp verpasst. Trotzdem ist dieses Musiktheater ein Erlebnis der besonderen Art. Die Ausstattung des ganzen Gebäudes erinnert an die Aufmachung eines Ozean-Dampfers, was daran liegen soll, dass der Architekt seinerzeit öfter zwischen Europa und Amerika pendelte. Daher soll auch das Design der Bühne stammen, welches einem Sonnenuntergang auf dem Meer nachempfunden ist. Man sieht die Sonne (die Bühne) deren Strahlen sich an den Wänden und der Decke in den Zuschauerraum ausbreiten.
Der Zuschauerraum stand ganz im Zeichen der Fernsehproduktion America’s Got Talent, was der deutschen Sendung Das Supertalent entspricht. Die Plätze der Juroren waren mitten zwischen den Zuschauerreihen im unteren Rang aufgebaut und ein riesiger Kamerakran für die beeindruckenden Kamerafahrten stand direkt dahinter. Wie die Touristenführerin berichtete, bringen solche Shows auch ihren eigenen Bühnenboden mit besonderen Effekten aber auch den Markierungspunkten für die Moderatoren und Akteure, mit. Wegen dieser Fernsehsendung blieb uns allerdings der Zugang in diesen Bereich verwährt, Marken- und Urheberrechte erlaubten kein Fotografieren und eigentlich auch keinen Aufenthalt in den Arealen, in denen die Akrobaten, Sänger und sonstigen Talente sich entspannten. Mittwoch (17.09.2014) soll wohl das Finale der Show stattfinden.
AcroArmy: High-Flying Dance Act Pulls Off Extreme Moves – America’s Got Talent 2014 vs Sons of Serendip: Quartet Covers „Wicked Game“ by Chris Isaak – America’s Got Talent 2014
Vom oberen Rang in die über 6.000 Zuschauer fassende Halle zu blicken ist ein Erlebnis, welches ich so schnell nicht vergessen werde. Die große Bühne, die in drei Segmenten angehoben und abgesenkt werden kann, beinhaltet eine Hydraulik , die auch nach über 70 Jahren bei der letzten Renovierung des Hauses nicht ausgetauscht wurde, weil sie für diesen Zweck immer noch perfekt ist.
Folgende zwei Shows sind aber schon seit vielen Jahrzehnten die Höhepunkte der wiederkehrenden Aufführungen in diesem Haus und sind vielen Amerikanern bekannt:
Montauk
190 km Zugfahrt, 3 Stunden, 25 ankommende Reisende und gefühlte 400 Reisende, die aus Montauk in Richtung New York aufbrechen wollten.
Sengende Hitze und kein Schatten. Aber ein Hummer-Restaurant mit einem Porsche und einem Ferrari auf dem Parkplatz.
Nach 2,5 Stunden machte ich mich wieder zurück auf den Weg zum Hotelzimmer mit Klimaanlage.
Museum of Modern Art
Im MoMA verbrachten wir einen netten Spätnachmittag. Knappe zwei Stunden verblieben noch von der Öffnungszeit, als wir das Gebäude betraten. Wir trennten uns, damit die Damen ihren Vorlieben und ich meinen nachgehen konnten. Ich fing im obersten Stock an (dort konnte ich gleich im Museumsshop mein Geld loswerden) und arbeitete mich dann diverse Stockwerke hinunter. Immer wieder eine beeindruckende Sammlung von Bildern der Moderne von Picasso, Monet, Mondrian, Warhol, van Gogh, Dali und viele mehr. Bei mir kamen die Sonderausstellungen in den unteren Stockwerken dadurch schon fast etwas zu kurz. Man muss doch noch etwas mehr Zeit einplanen.
American Museum of Natural History
Im naturhistorischen Museum haben wir die Möglichkeit genutzt einige Video-Grußbotschaften per Email zu verschicken, hier die Ergebnisse:
Die Sightseeing Busrouten
Neben den Eintrittskarten für die Attraktionen in New York hatten wir uns mit dem New York Pass auch wieder ein mehrtägiges Ticket für die so genannten Hopp On Hopp Off Busse geholt. Sie sind doch eine angenehme Art, durch die Stadt kutschiert zu werden und dabei noch einiges erklärt zu bekommen. Allerdings war es natürlich auf den Decks der Busse sehr sonnig und warm. Aufstehen ist streng verboten, man wundert sich tatsächlich, wie niedrig manche Verkehrsschilder und Ampeln hängen. Von Ästen an Bäumen ganz zu schweigen. Die Geschichten der Reiseführer sind mit lokalen Anekdoten angefüllt.
Der erste Reiseführer gefiel uns am besten, er reicherte die Tour immer wieder mit kleinen Gesangseinlagen an und er war einfach ein lustiger, gemütlicher Zeitgenosse.
Eine Tour ging in den Norden (also Up) am Central Park entlang nach Harlem. Hier konnte man in die Tour zum Yankee Stadium in der Bronx umsteigen, was wir auch taten.
Eine Tour ging durch Downtown.
Eine Tour war wieder eine Nachttour, die hinüber nach Brooklyn führte. Hier kann man von der Manhattan Bridge immer einen schönen Blick auf die beleuchtete Brooklyn Bridge werfen, die man dann vom Brooklyn Ufer des East Rivers noch einmal vor der Skyline von Manhattan zu sehen bekommt.
Im Vergnügungspark (Luna Park bei Coney Island)
Nach dem Aufenthalt am Strand gingen wir in den Freizeitpark, der auch Bestandteil des New York Passes war womit wir freien Zutritt zu einigen Fahrgeschäften hatten. Auch wenn das Zielpublikum meistens bei den etwas jüngeren Besuchern zu suchen war, hatten auch wir Spaß.
Ich war in drei Achterbahnen, angefangen bei einer eher rustikalen, die der ‚Wilden Maus‘ in Deutschland nicht unähnlich war und in etwa genauso ruckartig in die 180° Kurven ging. Dabei lernte ich einen Südamerikanischen Jungen kennen, der mit seinem Vater den Park besuchte. Die zweite Achterbahn war einem Pferderennen nachempfunden und man musste sich breitbeinig auf den Wagen setzen, als würde man auf einem Pferd reiten. Statt eines langsamen Hochziehens und dann Herunterstürzens begann diese Fahrt aber mit einer Art Katapultstart und wir wurden sofort in die Sicherungshalterungen gedrückt. Die kurze Fahrt war erfrischend und adrenalinsteigernd. Die letzte Achterbahn war dann wieder nur für mich geeignet, eine kurze vorherige Kontrolle ergab, keine Loopings und ein bequemes liegen in den Gondeln, was sollte schon schiefgehen. Wieder einmal zeigte sich, dass die 6-8 jährigen Kinder mutiger und begeisterter waren als die Erwachsenen und so teilte ich mir, nachdem ein kleiner Bruder aus der Geschwisterschar enttäuscht ausgeschieden war, da er noch zu klein war für das Fahrgeschäft, den Achterbahnwagen mit einigen kleinen Mädchen. Man stieg auf eine kleine Treppe, steckte seinen Kopf durch die Bügel und hielt sich mit den Armen über dem Kopf an Griffen fest. Dann fuhr die kleine Treppe so lang hoch, bis man mit seinen Füßen guten halt hatte, von oben hielt einen der Bügel fest. Dann wurde die Konstruktion nach vorne gekippt und die Fahrt konnte beginnen. Damit fing auch das markerschütternde Gekreische neben mir an, welches eigentlich bis zum Ende der Fahrt auch nicht mehr aufhörte. Na ja, inzwischen hat sich mein Trommelfell erholt. Überrascht war aber auch ich, als das doch so harmlos ausschauende Gefährt dann doch mittendrin eine Rolle machte und ich anschließend die Orientierung, in welche Richtung was auf dem Freizeitpark zu finden war, verloren hatte. Ab dem Augenblick zählte immer nur noch die nächste Kurve (die auch zum Teil ganz schön scharf waren). Ich habe aus diesen Fahrgeschäften einiges für meine künftige Fahrweise im Straßenverkehr gelernt 🙂
Die Mädels hatten in einem der Fahrgeschäfte eine (un?)freiwillige Dusche.
Times Square
Hier dürfen ja jetzt bestimmte Fotos nicht fehlen:
Freiheitsstatue
So sieht sie aus, wenn man ganz dicht dran steht.
So blickten wir von ihr herunter auf die Stadt.
Bis hier folgte uns Andrea noch tapfer, aber dann verließ sie uns doch, um wieder hinabzusteigen.
Das Ziel aller Träume muss durch diese schmale Gasse erklommen werden.
Und so sieht es dann in der Krone der Freiheitsstatue aus.
Und so erfasst die Jugend heute die Freiheit:
So geht es dann wieder hinunter:
Ein letzter Blick hinauf:
So erstrahlte die Fackel früher, heute wird sie von außen angestrahlt. im Museum ist die alte Fackel ausgestellt.
Wer mag es schon, wenn man ihm auf den Fuß steigt.
Der Rückflug
Die Rückkehr begann mit der Verabschiedung am Hotel. Noch am Morgen hatte ich ein paar Abzüge eines Fotos der Brooklyn Bridge (wie originell, nächstes mal gibr es den Roland und die Bremer Stadtmusikanten) im Drogeriemarkt angefertigt, die wir den Angestellten mit Grußworten auf der Rückseite überreichten. Ein bisschen Trinkgeld gab es auch noch dazu.
Der Sammeltransfer erschien mittags trotz starker Rushhour, die schon manch andere Abfahrt an dem Tag verzögert hatte, euf die Minute pünktlich vor dem Hotel. Nachdem wir manch anderes Hotel in Manhattan abgeklappert und immer mehr deutsche Touristen eingesammelt hatten, begaben wir uns auf die Ausfahrtsstraßen nach New Jersey. Bis zur nächsten Tankstelle, wo unser Fahrer erstmal tanken wollte. In Amerika ja alles mit Service, der bekam dann auch ca. 10% Trinkgeld vom Fahrer. Wir waren ja sehr gut in der Zeit, der Flieger ging ja erst abends.
Pünktlich am Flughafen angekommen, wogen wir erstmal unsere Koffer, um festzustellen, dass die Verteilung der Lasten doch noch nicht ganz ausgewogen und vor allen Dingen noch nicht unter den Grenzwerten war. So mussten wir leider auf dem Fußboden des Flugshafens in Newark anfangen, einiges in den Koffern auszutauschen. Nach dem Austausch von einem Paar Schuhen, einigen elektronischen Geräten und Zeitschriften von einem Koffer in den anderen, wogen alle Gepäckstücke unter 23kg.
Danach suchten wir eine Möglichkeit, unsere Reisepässe entweder dem Personal der Fluggesellschaft vorzulegen oder einzuscannen. Nach einigem Üben bekamen Ann.Kathrin und ich es hin, die Pässe an einem der Lesegeräte einzuscannen. Darauf hin konnten wir uns in die Schlange stellen, in der nur noch die Koffer abzugeben waren.
Ich muss sagen, die knapp 4 Stunden am Flughafen wurden nicht langweilig. Man konnte noch eine Kleinigkeit essen, ein paar Mitbringsel einstecken und weitere Zeitschriften kaufen.
Auch der Rückflug war recht ereignisarm. Nur leider eine halbe Stunde verspätet, was bei einer Umsteigezeit von 55 Minuten sehr sehr knapp wurde. Bei den Passkontrollen wurden wir schon bevorzugt behandelt und an den langen Schlangen vorbeigelenkt. Leider nicht so beim Security Check des Handgepäcks, bei dem ich das erste mal auf der ganzen Reise länger hängen blieb. Die Durchgangsschleuse piepte, als ich durchging und ich musste mich abtasten lassen. Der Trolley mit den Objektiven wurde ein zweites mal durch den Scanner geschickt (was das wohl bringen sollte?) Dann war noch vor mir ein andere Fluggast, der auch seinen Koffer auspacken musste – Andrea und Ann-Kathrin begaben sich schon mal auf den Weg weiter zum Gate, da Andrea durch ihr Knie doch gehandicapt war – Als auch der zweite Scan meines Trolleys die Beamten an der Kontrolle nicht schaluer machte, was sich wohl in dem Gepäckstück befand und der Herr vor mir sein Handgepäck wieder an sich nehmen durfte, der Beamte sich noch einen Moment mehr Zeit gelassen hatte, um dann mal gemächlich meinen Trolley zum Auspacken zu holen, fing ich an bei geöffnetem Handgepäck meine Fotoausrüstung zu erklären. Alles nur Objektive, also Glas und Metall. Auf die Frage, wo denn die Kamera sei, sagte ich nur noch genervt, die sei in dem Rucksack, den meine Tochter vor knapp fünf Minuten mit sich genommen habe, um den Flieger, der nun wirklich bald ginge, noch rechtzeitig zu erreichen. Nachdem nun alle Unklarheiten beseitigt waren, wünschte man mir noch eine gute Weiterreise und ich murmelte lieber nur noch meinen eigenen Wünsche in meinen nicht vorhandenen Bart.
Auf halber Strecke erfolgte dann die Durch sage über die Flughafen-Lautsprecher: ‚… Lindow … Gate … Boarding …‘ Schön, auch mal an einem Flughafen ausgerufen zu werden. inzwischen hatte ich meine Frauen schon wieder eingeholt und während ich meiner Frau treu an der Seite blieb, konnte Ann-Kathrin am Gate schon mal unser baldiges Erscheinen versichern. Zum Glück wussten die Angestellten von der Fluggesellschaft, dass unser Flieger so spät gekommen war und es wartete ein Bus für uns und etwa vier weitere Einzel- und Pärchenreisende, um uns zum Flieger zu bringen. Um im Flugzeug nicht noch unnötige weitere Verzögerungen zu provozieren, ließen wir unsere Trolleys gleich unten in den Laderaum bringen. Ist schon Auftritt genug, wenn man als einer der letzten in eine ziemlich voll besetzte Maschine einsteigen und zu seinen Sitzen gehen darf 😉
Als es dann mit dem Flugzeug auf die letzten 60 Minuten unserer Reise ging, war es aber noch lange nicht so weit, abzuheben. Nein. Knappe 20 Minuten fuhren wir (gefühlt kruez und quer) über den Flughafen Shiphol. Über mehrspurige Autostraßen (ja, zwei mal) immer wieder vorbei an Lande und Startbahnen, bis wir dann endlich unsere Bahn erreicht hatten und starten durften. Dann ging alles ganz schnell. Kaum in der Luft, erhielten wir unser Frühstück, ein Sandwich und ein Becherchen Wasser. Und kaum hatten die Flugbegleiter alles verteilt verkündete der Pilot auch schon wieder die Landung. Da musste sich das Personal sputen, alles wieder einzusammeln und für die Landung bereit zu machen. Aber so landeten wir pünktlich in Bremen, wo nur noch die Überraschung wartete, dass man das Handgepäck, welches man am Flieger direkt abgegeben hatte, doch vom Gepäckband holen solle, da sei es schon hingebracht worden. Na vielen Dank, deshalb nehme ich meinen Koffer mit empfindlicher Elektronik, Kamera und empfindlichen Objektiven ins Handgepäck, damit sie doch hinterher auf irgendwelche Gepäckwagen geschmissen und dann auf Förderbänder geworfen werden. Eine schnelle Kontrolle des in Empfang genommenen Gepäcks ergab aber, dass noch alle Linsen heile waren.
Die ganzen Fotos
Jetzt bin ich schon seit fast drei Wochenenden am Sortieren der Fotos. Allein das überspielen der Dateien auf die Festplatten auf meinen PC hat mehrere Tage in Anspruch genommen. Es mussten doch noch mal aus verschiedenen Quellen (Speicherkarten, Backups etc.) die Informationen zusammengesammelt werden, um dann möglichst in doppelter Ausführung auf dem PC und dem Backup auf externen Festplatten zu landen. Jetzt geht es an die Auswahl aus den Bildern und Videos.
Lohnende Apps für das Android Telefon
Nicht alle Apps für das Telefon erwiesen sich als nützlich, Vor allen Dingen nicht, da wir keinen Zugriff auf das Internet außerhalb des Hotels hatten. Dafür waren Apps besonders gut, die sich auch ‚offline‘ benutzen ließen. Für die Planung von U-Bahnfahrten stach da die App NYC Bus & Subway Maps hervor, die auch half sich in New York bei den doch manchmal etwas unübersichtlichen Buslinien zurecht zu finden.
Die Ride On Time NYC meldet mir jetzt in Deutschland sogar noch die Verspätungen auf den unterschiedlichen Strecken, zeigt aber nur das U-Bahn-Netz an.
Bei den allgemeinen Karten Apps war die OruxMaps hilfreich, allerdings war hier das Installieren von Offline Karten sehr unübersichtlich. Zwischendurch versagte sie auch mal den Dienst.
Weather Underground war uns eine zuverlässige Wetterapp
New York Pass – Travel Guide war für die Attraktionen des Passes sehr nützlich
Ultra GPS Logger diente mir zum Verfolgen unserer Wege, allerdings ist der GPS-Empfänger im Handy nicht so leistungsstark wie meine GPS-Maus.
Der Word Lens Translator ist eine lustige App, die aber leider immer, wenn ich sie benötigte nicht die richtigen Worte fand oder zu wenig Licht hatte, um den Text zu erkennen.
Der Pressed Penny Finder viel uns leider erst in Deutschland in die Hände, wäre in Amerika aber recht lustig gewesen, um die Penny Pressen, die in Amerika meistens nur halb so viel kosten wie in Deutschland, ausfindig zu machen. Er funktioniert aber sogar in Europa und zeigt auch in Bremen und Umgebung die Cent-Automaten an.
Das Wetter während unseres Besuchs in New York
23.08.2014: 25°C bewölkt 24.08.2014: 27°C heiter 25.08.2014: 31°C sonnig 26.08.2014: 32°C sonnig 27.08.2014: 32°C heiter 28.08.2014: 28°C heiter 29.08.2014: 27°C sonnig 30.08.2014: 27°C bewölkt 31.08.2014: 32°C Regen 01.09.2014: 31°C heiter 02.09.2014: 33°C heiter 03.09.2014: 30°C sonnig 04.09.2014: 31°C sonnig 05.09.2014: 31°C heiter




















