Als wir Freitagabend vom Segelturn wieder anlegten, sahen wir im Restaurant des Battery Parks eine große Veranstaltung. Viele Menschen sehr chique gekleidet, saßen draußen mit dem Blick auf einen schön dekorierten Pavilon vor dem Meer. Papa und mir war sofort klar: Das ist eine amerikanische Hochzeit, aber Mama ist ja fest davon überzeugt, dass das nicht stimmt. Da wir keine Lust hatten lange zu warten gingen wir in Richtung U-Bahn. Dort kamen uns noch einige „Hochzeits“-Gäste entgegen. Die eine trug Christian Loubotins Schuhe *.* Endlich habe ich sie mal live gesehen. Soooooo toll, aber ich muss dafür noch etwas sparen 🙁
Frühstück
Ein kurzer Zwischenkommentar: Im Frühstücksraum trifft man immer wieder ganz verschiedene Leute 😀 Franzosen, Engländer, aber auch Deutsche. Aber am verrücktesten sind die Asiaten. Ich mein, man muss ja nicht total aufgebretzelt zum Frühstück gehen, aber die Asiaten kommen in ihren Pyjamas und Pantoffeln – zum totlachen 😛
Unser Büro
Um euch mal einen Einblick in unsere Arbeit hier vor Ort zu vermitteln. Vielleicht denkt ihr, wir könnten ja mal öfter und etwas koordinierter Beiträge schreiben, aber wie ihr seht, muss hier ganz schön koordiniert werden, um alle Geräte aufzubauen und mit Strom zu versorgen. Zum Teil tippen wir mit unseren Smartphones von den Betten aus. Akkus müssen ständig geladen, Speicherkarten gesichert werden. Immer wenn wir im Hotel ankommen beginnt ein kompliziertes Prozedere von Handys laden, Kamera-Akkus laden, Dateien aus Kameras, Audiogeräten und GPS-Trackern sichern, Nachrichten im Fernsehen verfolgen und Entspannungsübungen bei geschlossenen Augen durchführen.
Fahrradtour und Segeltörn
Am Freitag gaben wir mal wieder ordentlich Gas, um möglichst viele Sehenswürdigkeiten New Yorks zu Gesicht zu bekommen. Vormittags fuhren wir zum Central Park, um uns für ein paar Stunden Fahrräder auszuleihen und den Park unsicher zu machen. Das klappte ganz hervorragend. Die Fahrräder sind einfach, aber robust und stabil: eine Gangschaltung mit ein paar Gängen, zwei Handbremsen, auf Wunsch mit Fahrradkorb und Schloss. Wir nahmen 3 Räder, zwei Körbe und 2 Schlösser.
Ein paar Straßenecken schieben und dann ging es in den Park. Es ist Laborday Wochenende, was in Amerika mehr oder minder das Ende des Sommers bedeutet, aber auch einen garantiert freien Montag (halt den ersten im September). Da ist schon ab Freitag ordentlich was los. Morgens schon hatte irgendeine Veranstaltung im Central Park für Absperrungen gesorgt, so dass wir nicht gleich die übliche Runde fahren konnten.
Dieses Fahrradfahren im Central Park hat auch ein wenig was von Formel 1 – alle fahren in einer Richtung immer im Kreis gegen den Uhrzeigersinn um den Park herum. Es gibt Kennzeichnungen für Fußgänger und Jogger, langsame Radler, normale Radler, Rikschas und Fahrzeuge wie die Kutschen oder die Autos der Polizei oder der Parkverwaltung. Will man ausscheren, ist es auch ein bisschen wie bei einem Boxenstopp, man muss sich erstmal eine Lücke suchen und dann ausscheren. Das wieder einfädeln funktioniert dann ähnlich.
Nach dieser sportlichen Höchstleistung sind wir dann mit der U-Bahn zum Battery Park gefahren, an dem wir schon vor ein paar Tagen vergeblich das Skyscraper Museum gesucht hatten, welches wir diesmal besuchen wollten. Außerdem wollten wir uns schon mal die Tickets für den Segeltörn zur Freiheitsstatue sichern.
Gesagt, getan, Tickets reserviert und dann das Museum gesucht.
Es handelt sich zwar um ein sehr interessantes Museum, aber es ist doch recht klein und daher leicht zu übersehen. Nach einer Rund um den Block und dem wichtigen Hinweis aus dem Reiseführer, dass es gegenüber vom Jüdischen Museum liegt, welches deutlich sichtbar am Ufer gelegen ist, fanden wir den Eingang. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Entstehung am Anfang des 20. Jahrhunderts und der Umgestaltung des Times Square im Jahr 1984. Dann mit der Geschichte der höchsten Bauwerke der Welt, von den Pyramiden, über den Kölner Dom bis hin zum Burij Kalifa. Ein Verzeichnis der höchsten Gebäude der Welt zeigt, dass in New York schon längst nicht mehr die höchsten Gebäude der Welt stehen, aber ihre Entstehung in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts machen sie doch gegenüber modernen Wolkenkratzern zu etwas ganz besonderem.
So hat man in diesem Museum doch eine Menge gelernt, aber auf Grund des doch recht geringen Umfangs waren wir schon nach ca. 1 Stunde wieder draußen. Da blieben uns dann doch noch fast zwei Stunden bis zum Beginn des Segeltörns. Die verbrachten wir entspannt in kleinen Parkanlagen zwischen dem Museum und dem (in massivem Umbau befindlichen) Battery Park. Das Anstellen beim Zweimaster begann dann auch noch fast eine viertel Stunde eher als geplant, so dass wir schon 30 Minuten vor der Abfahrt in einer Schlange vor dem Steg darauf warteten an Bord kommen zu können.
Die Crew und der Kapitän waren genau so locker wie vor 2 Jahren beim Segeltörn eines anderen Anbieters. Scheint wohl ein eigener Schlag von Mensch zu sein, der so etwas anbietet. Die lockere Ansprache des Kapitäns, die wohl eigentlich den Safety Instructions an Bord eines Flugzeuges ähneln sollte, viel dann doch aber eher lustig aus und gipfelte in der Aussage, dass er und die Crew viele Arbeitsstunden in den Aufbau und den Erhalt des Schiffes gesteckt hätten, seit sie es vor 6 Jahren bei eBay ersteigert haben.
Bei wunderbarem Wetter war es dann ein wunderbares 1 1/2 stündiges Kreuzen vor Manhattan auf Höhe der Freiheitsstatue mit einer Menge deutscher Begleitung.
Um 18 Uhr ging es dann zurück an Land. Dort begaben wir uns zur wohl im Moment lautesten U-Bahn Station New Yorks, weil dort eine Röhre erweitert wird. Atemberaubendes Quietschen und Kreischen. Man war froh, dass die nächste Bahn bald kam und auch schnell abfuhr.
Wir fuhren bis zum Times Square und liefen dann zu unserem Hotel. Auf dem Weg besuchten wir wieder unseren Schnellimbiss vom ersten Tag *Abitinos Pizzeria‘ und nahmen uns ein paar Snacks mit ins Hotel.
Und dann war wieder ein wunderschöner Tag in New York zu Ende …
Strand, Action und ganz viel Spaß

Also erstmal Papa vergisst immer ein paar Tage 😛
Am Mittwoch sollte das Wetter sehr heiß werden, sodass wir entschlossen was ruhiges zu machen. Wir fuhren nach Coney Island und verbrachten ein paar Stunden am Strand. Mama und ich gingen sogar im Atlantik „planschen“. Leider waren sehr viele Miesmuscheln und einige Krebse am Strand, sodass ich nicht lange im Wasser blieb. Papa fotografierte die Gegend und legte sich auch mal zu uns (Foto folgt :D). Als es uns dann aber doch zu warm wurde machten wir uns auf den Weg in den nahegelegenen Freizeitpark (LunaPark). Papa überrschte uns sehr, dass er in viele Fahrgeschäfte (sogar überkopf ging). Von einigen Fahrten habe ich nun blaue Flecken am Arm, da die Fahrten doch wilder als in Deutschland waren. Mama und ich gingen zusammen in ein Kinderkarussel, dass sich Water Mania nannte. Wir fuhren in drehenden „Tassen“, von wo man die anderen mit Wasserpistolen nassspritzen konnte. Leider begriffen wir nicht wie die Wasserpistolen funktionierten, dafür wurden wir aber plitschnass durch die kleinen Kinder, die sich einen Spaß draus machten uns mit Wasser zu bombardieren. Essen gingen wir in ein HotDog-Geschäft, auf das sich Mama und Papa schon den ganzen Urlaub freuten. Sie waren okay, aber die von IKEA mag ich lieber 😀
Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel ging es in den Süden Manhattans, wo wir das Skyscraper Museum besichtigen wollten. Da dr Battery Park zur Zeit eine reine Baustelle ist, haben wir es aber nicht gefunden. Mama schon leiccht genervt wollte wieder nach Hause, doch ihr Metroticket funktionierte nicht mehr. Die unfreundlichen „schaffner“ konnnten uns auch nicht helfen, sodass wir Mama einfach reinschmuggelten.
Auf dem Rückweg sind wir nach ChinaTown, echt ein verrückter Ortsteil von New York. Irgendwann haben wir dann auch ein Restaurant (Imbiss) gefunden, wo es Nudelsuppe mit Lauch für uns Weiber und Reis mit Hünchen und Ketchup für Papa gab. Als wir dann zur Metro gingen erwischten wir einen freundlichen MTA-Mitarbeiter, der Mama’s Ticket wieder „reparierte“.
Ein neuer Hut
Ein ganz besonderer Tag
Das war gestern ein ganz besonderer Tag für mich. Es wurde nicht gemeckert, als ich morgens aufstand und meine Geschenke bekam ich bereits am Frühstückstisch überreicht. Danach gingen die Damen noch ein wenig was besorgen, während ich mich dem mal mit der Sicherung meiner bis jetzt geschossenen Fotos beschäftigte. Als Andrea und Ann-Kathrin wieder kamen hatten sie mir einen tollen Kuchen aus der Bäcker mitgebracht, den wir dann, je nachdem, wen man fragt, im Central Park bei einem Picknick oder bei einem heißen Kaffee auf der Terrasse vor dem Hotel bei leichtem Straßenlärm aßen. Es war eine sehr leckere weiße Mousse au Chocolate Torte, die wir teilten und zwischen Frühstück und Mittagessen genossen.
Danach fuhren wir mit dem Bus zum Grand Central Terminal, den Andrea und Ann-Kathrin mit dem Audioguide erkundeten, während ich ein paar Fotos und Videos machte.
Bei unserem dritten Besuch in New York werden wir noch wahre Experten des öffentlichen Nahverkehrs. Seit der letzten Bustour wissen wir nun auch, dass man bei den automatischen Türen der Busse die Tür erst noch aufdrücken muss, wenn der Fahrer sie entriegelt hat. Man lernt halt doch nie aus,
Von Grand Central aus fuhren wir nach Süden in die Gegend von Lower Manhattan, wo wir das World Trade Center suchten. Die Temperaturen stiegen ständig. Als wir die Gedenkstätte gefunden hatten, schreckten uns die Schlangen vor dem Memorial-Gebäude aber doch so ab, dass wir uns nur die Wasserfälle und den Park ansahen und darin spazieren gingen.
Wir fuhren dann ins Hotel, wo wir uns ein wenig erholten. Danach beendeten wir den Tag bei Pasta und Pizza in einem nahe gelegenen Café. Der Besuch auf dem Empire State Building fiel der allgemeinen Erschöpfung und Verdauungspause zum Opfer, aber das holen wir noch nach.
Zum besonderen Tag wurden erworben:
New York Times
New York Post
USA Today
Die Bordunterhaltung einer Boeing 767-300 ER
Sagt einem zumindest, dass zwischen dem Flughafen Amsterdam und dem Zielflughafen Newark 5870 km liegen.
Während des Fluges zeigt es einem auf Wunsch die Geschwindigkeit, Höhe, den Rücken- oder Gegenwind, die Außentemperatur, den groben Kurs, den Höhen und den Breitengrad an. Leider gibt es anders als im Airbus keine Außenkameras, deren Bild man einblenden könnte, so ist man auf die Fenster angewiesen. Leider saßen wir ja im Mittelgang 🙁
Natürlich gibt es Spiele, Filme, Serien, Radioprogramme und Musikalben. Andrea hatte anfangs nur Kinderprogramm, wollte aber gerne einen Film aus dem Erwachsenenprogramm sehen. Nach einer halben Stunde, ließ man sie die dann aber doch noch das ganze Programm genießen.
Zusatz zu Montag (Brooklyn)
Abends ging es für uns noch nach Brooklyn in ein mexikanisches Restaurant. Mama und Papa haben mir ihr ehemaliges Hotel gezeigt. Die Strecke von Brooklyn nach Manhattan hat echt ganz schön lange gedauert, da kann ich vertsehen, dass die zwei im letzten Urlaub abends nicht mehr so viel unternehmen konnten.
Papa’s Geburtstag


Heute morgen begann der Tag mit einem halb verschlafenem Geburtstagsständchen für Papa. Er war natürlich um 7 schon wieder putzmunter und Mama und ich sind da erst langsam wach geworden. Beim Frühstück gab es dann sogar eine Kerze 😉 Nach dem Frühstück machten Mama und ich uns auf den Weg zum Times Square. Wir besuchten den Disney Store (die Sachen sind so süüüüüüß, wenn ich mal ein Kind bekomme shoppe ich extra in NY), den M&M’s Store und das Hard Rock Cafe. Doch unser eigentliches Ziel war das „The Boss Cafe“, wo wir einen Geburtstagskuchen gekauft haben. Im Hotel haben wir uns dann draußen auf die „Terasse“ gesetzt und die Torte gegessen. Es war eine weiße Schokoladen Mousse Torte – seeeeehr süß. Die Mitarbeiter vom Hotel haben dann auch noch etwas abbekommen. Da es total heiß ist wollten wir nicht ganz so viel laufen und sind mit dem Bus zur Grand Central Station gefahren. Der größte Bahnhof der Welt ist mit seiner Bauweise ein sehenswertes Gebäude. Nach einer Audio Tour durch den ganzen Bahnhof ging es weiter zum Ground Zero, dem Memoriel 9/11. Die zwei Brunnen sind den Grundrissen der zerstörren Gebäude nachempfunden. Die Namen aller 3000 Toten sind drumherum verewigt. Seit Frühjahr hat nun ja das Museum mit der Geschichte der Anschläge geöffnet, doch die Schlangen waren uns zu lang. Jetzt ruhen wir uns im Hotel aus bevor es zum Essen geht.

